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53. Feldbacher Europagespräche

Mehr Sicherheit durch Gemeinsamkeit

Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik stand im Fokus der diesjährigen Feldbacher Europagespräche. Im neuen Haus der Arbeiterkammer konnte Franz Majcen, Landesobmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung, zu den 53. Europagespräche im Beisein von Ehrenpräsident Max Wratschgo, als Ehrengäste Bundesrat Martin Weber und Landtagsabgeordneten Franz Fartek begrüßen. Majcen betonte, die Weltlage sei aktuell so labil, wie seit Jahrzehnten nicht.
Wer mehr Sicherheit wolle, müsse auch bereit sein, notwendige Beiträge zu leisten.
Das bekräftigte Brigadier Gerhard Christiner vom Streitkräfteführungskommando des österreichischen Bundesheeres in seinem Hauptreferat. "Langfristig muss Europa ein Konzept zu einer gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik ins Leben rufen", betonte Christiner. Dazu wären auch die Ausgaben für Verteidigung vom derzeitigen EU-Schnitt von 1,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf zwei Prozent zu erhöhen. Die Zeiten, in denen sich die Europäer, wenn es um ihre Sicherheit ging, ganz auf die Amerikaner verlassen konnten, seien vorbei. Mit Pesco (Permanent Structured Cooperation) soll ein neues Kapitel der europäischen Zusammenarbeit aufgeschlagen werden. 25 EU-Mitgliedstaaten haben sich in einer gemeinsamen Erklärung dazu verpflichtet, die Verteidigungskooperation durch Projektzusammenarbeit voranzubringen.
Die Liste der Anstrengungen Europas auf dem Gebiet der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik ist lang.  Brigadier Christiner zählte die GASP (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik), die GSVP (Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik), die ESVP (Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik) und SSZ, die auf den Lissabon-Vertrag zurückgehende Ständige Strukturierte Zusammenarbeit auf. Die hohen Erwartungen wurden bisher nicht erfüllt. Für eine integrierte multinationalen EU-Verteidigung wäre aber ein Umdenken in vielen EU-Staaten notwendig, vor allem die Bereitschaft nationale Kompetenzen abzugeben.
Bürgermeister Josef Ober forderte in seinem Grußwort ein Bekenntnis zum gemeinsamen Europa. Wenn wir zukünftig in der Welt wahrgenommen werden wollten, gebe es nicht nur in der Sicherheitspolitik zur Europäischen Union keine Alternative.

 

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Europa-Forum Neumarkt 2018

Österreichs EU-Präsidentschaft vor großen Herausforderungen

EFB Steiermark 16Österreich hat im zweiten Halbjahr 2018 die Präsidentschaft im Ministerrat der EU inne und trägt damit eine besondere Verantwortung für Europa. Die EU steht vor vielfältigen Herausforderungen: Nach dem Brexit-Referendum will erstmals ein EU-Staat die Gemeinschaft verlassen, ungeklärt ist die Frage, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht, und die EU muss sich auf ein neues Budget für die Zeit nach 2020 einigen. Einvernehmliche Lösungen zu finden wird im Kreis der noch 28 EU-Staaten immer schwerer, denn die Ziele und Interessen der Mitglieder fallen immer mehr auseinander.

Der Obmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung EFB, Prof. Franz Majcen begrüßte mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern und wies darauf hin, dass vom Europaforum auf Schloss Forchtenstein wichtige Impulse zur Zukunft Europas ausgegangen sind. Es sei sehr zu begrüßen, dass im Europahaus neben der Tätigkeit der Europäischen Föderalisten auch neue Initiativen durch EYFON, dem Europäischen Jugendforum Neumarkt gesetzt werden.
Mit den Impulsen der Ratspräsidentschaft Österreichs befasste sich das Mitglied des Europäischen Parlaments Mag.Lukas Mandl. Den Menschen in der EU gehe es gut, es komme jetzt vor allem darauf an, das von zwei Generationen Erreichte weiterzutragen. Eine der größten Kulturleistungen Europas sei die friedliche Lösung von Konflikten. Nunmehr müsse sich die EU aber auch verstärkt mit sicherheitspolitischen Fragen befassen, wobei es das Ziel sein müsse, eine „Supermacht des Friedens“ zu werden. Notwendig sei hierzu eine Stärkung der Kooperation nach außen, nach innen müsse man sich gegen Populismus und Zentralisierung wenden.

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„Ein Theaterfestival feiert Geburtstag …“

coolisse programm2018Angefangen hat alles vor 40 Jahren als die sehr theaterbegeisterte Sigmut Wratschgo 10 Jahre lang die „Oststeirischen Theatertage“ in Gleisdorf organisierte.  Genau vor 30 Jahren durfte Karl M. Wilfling die Leitung übernehmen, wobei sich dann das Festival zu einem Kinder- und Jugendtheaterfest entwickelte und aus dem seit nun vielen Jahren das Kindertheaterfestival: „COOLisse“ das wahrscheinlich „coolste“ Kindertheaterfest in der Steiermark geworden ist. Das Erfolgsrezept ist ganz einfach. Es muss nicht alles perfekt sein und man braucht auch keine übermotivierte Theater-pädagogen. Wichtig ist der Spaßfaktor für die Kinder bei den Proben, Aufführungen und beim gesamten Festival.

Unter diesem Motto treffen sich auch heuer wieder verschiedene Kindertheater

gruppen am 27. und 28. Juni 2018 zum Theaterfestival in Gleisdorf im Haus der Musik, wo sie ihre eingeübten Stücke sich gegenseitig und natürlich auch dem interessierten, öffentlichen Publikum vorspielen. Bei gemeinsamen Spielen, Essen und Workshops können sich die vielen Kinder austauschen und auch näher kennenlernen.

Karl M. Wilfling, der Leiter der Europabühne Gleisdorf, kann nun heuer zum 30. Mal dieses Festival in bester Zusammenarbeit mit dem Landesjugendreferat und der Landesspielberatung Steiermark sowie der Stadtgemeinde Gleisdorf organisieren und eröffnen.

Weitere Informationen erfahren Sie unter der Nummer: 0664/5337729

Rund um den Europatag 2018


Zahlreiche Ehrengästen feierten am 2. Mai gemeinsam mit steierischen Schülerinnen und Schülern in der Aula der Alten Universität den Europatag des Landes Steiermark.
Heuer stand der Jahr für Jahr festlich in Graz begangene Tag ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der "Alpen-Adria-Allianz". Auf die Begrüßung durch Europalandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und den Vortrag des ehemaligen Vizepräsidenten der Europäischen Rundfunkunion und Medienberaters Boris Bergant folgte eine spannende Podiumsdiskussion.

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In Fürstenfeld wurde am Europatag feierlich der Platz vor der Bezirkshauptmannschaft in Europaplatz umbenannat.
Die EFB-Steiermark nahm im Kreise vieler Ehrengäste am Festakt teil. In der Festrede hielt Dr. Othmar Karas MEP fest, dass der Europatag, Österreichs zweiter Nationalfeiertag ist und er hob die bedeutung eines geeinigten Europas für uns alle hervor. Dass der Europatag einen Tag nach dem "Tag der Befreiung" gefeiert wird, sei kein Zufall, sondern ein starkes Signal wie Europa friedlich zusammenleben kann.

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Bericht Informartionsabende 2018

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Präzisionszüchtung als neue Form der Gentechnik.

„Wir brauchen einen Neustart der Gentechnik-Diskussion“. Das forderte Univ.-Prof. Dr. Joseph Strauss bei den Informationsveranstaltungen der Europäischen Föderalistischen Bewegung, die in Zusammenarbeit mit den Bezirkskammern für Land- und Forstwirtschaft in Feldbach und im Europahaus Neumarkt durchgeführt wurden.
Gentechnik sei durch Fehlentwicklungen, die die klassische Gentechnologie mit sich gebracht hätte, in Verruf geraten. Prof. Strauss kritisierte aber auch, dass in der Gentechnikdiskussion Emotionen entgegen jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen geschürt würden. Er stellte die neuesten Methoden vor, die dazu dienen, das Genom einer Pflanze zu verändern, um ihre Eigenschaften zu modifizieren ohne artfremde DNA einzuschleusen. Die dadurch erreichten Veränderungen könnten auch in der Natur durch spontane Mutation entstehen.

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Informationsabend

k0001Landwirtschaftlicher Informationsabend
am Freitag, 2. März 2018
um 19:00 Uhr im Raiffeisensaal Feldbach

Univ. Prof. Dr. Joseph Strauss, Agrar-Genetiker und Leiter des Departments für „Angewandte Genetik und Zellbiologie“ an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), wird seine Erkenntnisse zum Thema „Genscheren und Präzisionszüchtung: Hat das klassische Gentechnik-Konzept bald ausgedient?“ darlegen.


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