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Europa-Forum Neumarkt 2017

Europa Forum1Reformen der EU beim Europa-Forum Neumarkt

Beim diesjährigen Europa-Forum Neumarkt wurden Perspektiven entwickelt, in welche Richtung die Reformen der EU gehen sollten.  Die Europäischen Föderalisten sehen in einer Kombination der Optionen „Viel mehr gemeinsam handeln“ und „Wer mehr will, tut mehr“ den wünschenswerten Ansatz.

In einer Video-Botschaft an die Teilnehmer des Europa-Forums ermutigte Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlamentes, die Europäischen Föderalisten, sich am Reformprozess zu beteiligen.
BM Andrä Rupprechter, Präsident der Europäischen Föderalisten in Österreich, verwies in seiner Eröffnungsrede auf große Europäer, die mit ihren Visionen Europa geprägt haben. Dass die Europäische Union den Friedensnobelpreis zuerkannt bekommen hat, mache die Bedeutung der Friedensidee Europa deutlich. Heute müsse die Verfasstheit Europas neu gedacht werden und große Fragen, wie Außen- und Sicherheitspolitik im den Vordergrund gestellt werden.
„Make Europe great again – was ist das Europa Hoffnungen der Zukunft“ war ein besonderer Themenschwerpunkt des Europa-Forums. Stefan Windberger, International Officer der NEOS, wies darauf hin, dass die USA als Partner Europas an Bedeutung verliere.

Otto Schmuck aus Rheinland/Westfalen stellte die Reform des Europäischen Rates und eine Stärkung der Wirtschaftsunion als Ergänzung zur Währungsunion in den Vordergrund.
Christian Keesberg, österreichischer Handelsdelegierter in London, skizzierte die Sicht der Briten auf den Brexit. Die Sicht auf Europa sei in Großbritannien immer anders gewesen wie auf dem Kontinent.
Die soziale Dimension der EU wurde durch Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, aufgegriffen. Wirtschaftliche Krisen, technologische Entwicklungen und die Globalisierung haben besonders bei der Jugend zu einer Verunsicherung geführt.

Europa müsse auch in der sozialen Frage eine Perspektive anbieten. Das wurde auch unter dem Thema „Europa – Zukunft der Jugend“ von Jakob Etzel und Helmut Steinkellner aufgezeigt. Die Erwartungen der Jugend an die EU, die größer seien als die von den Älteren, dürften nicht enttäuscht werden. Bildung sei ein Schlüsselfaktor.

Die EU-Erweiterungspolitik am Westbalkan wurde von Botschafter Werner Almhofer behandelt. Er stellte den „Berlin-Prozess“ vor, in dem die EU Beitrittsperspektiven für die Staaten des Westbalkans entwickelt.
Eine Jugenddelegation aus Serbien, auf Einladung der WKÖ, drückte die Erwartungen von jungen Menschen aus, die sie in einer Zuwendung des Westbalkans zur EU sehen. Sie sehen sich auf dem Weg nach Europa. Eine Anbindung Serbiens an die EU eröffnet der gut ausgebildeten Jugend Perspektiven, in der Heimat bleiben zu können.

 

Merite Europeen  - Verdienste um Eintreten für europäische Einigung
Ehrung  zur Feier zu 60 Jahre Karl Brunner Europahaus 

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung „60 Jahre Europahauses Neumarkt“ wurde von der „Fondation du Mérite Européen“ an Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer der Mérite Européen in Gold verliehen. Der Mérite Européen in Silber wurde auch Daniel Gerer, in Bronze an Helga Koska und Anton Schäfer verliehen.

Landeshauptmann Schützenhöfer dankte für die hohe Auszeichnung und unterstrich: „Wir sind Teil der EU und bekennen uns dazu und es ist die Pflicht jedes Politikers, immer auch das großartige Friedens- und Wohlstandprojekt Europa im Blick zu haben. Die Europäische Union - das sind nicht.

Eine besondere Auszeichnung erhielt das Europahaus Neumarkt mit dem „Diplom d’Honneur“.
Schützenhöfer durfte sich in das „Goldene Buch der Stiftung Fondation du Mérite Européen Luxemburg“ - erstmals außer Landes Luxemburg - eintragen.