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Europastimme 2015 Nr.04 steht online

2015-03-Europa-Stimme2015: Europäisches Jahr für Entwicklung

Überall auf der Welt haben die Menschen die gleichen Grundbedürfnisse: Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, Arbeit, die gerecht bezahlt wird, Frieden und Sicherheit. In Entwicklungsländern fehlt es jedoch häufig am Nötigsten. Rund 1,2 Milliarden Menschen leben immer noch in extremer Armut. Umweltzerstörung und Konflikte machen nicht vor Grenzen halt. Krisen in fernen Ländern wirken sich auf die Zukunftschancen aller aus. Wenn in der aktuellen Flüchtlingsdiskussion davon die Rede ist, die Ursachen zu beseitigen, muss man hier ansetzen. 2015 endet die fünfzehnjährige Zeitspanne, die sich die internationale Gemeinschaft für die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele gesetzt hat. Welche der Ziele wurden tatsächlich erfüllt? Und wie können die bestehenden globalen Herausforderungen gelöst werden?

Im Jahr 2000 verabschiedeten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen mit der Millenniumserklärung einen Katalog grundsätzlicher, verpflichtender Zielsetzungen für alle Mitgliedstaaten. Armutsbekämpfung, Friedenserhaltung und Umweltschutz wurden als die wichtigsten Ziele der internationalen Gemeinschaft bestätigt.
Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Kampf gegen die extreme Armut. Ab 2015 sollen diese Entwicklungsziele durch weltweite „nachhaltige Entwicklungsziele“ ergänzt werden. Das europäische Themenjahr 2015 setzt hier an. Es ist das Europäische Jahr für Entwicklung. Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ steht das Jahr 2015 ganz im Zeichen der Entwicklungspolitik der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten.