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Bericht zu den 49. Feldbacher Europagesprächen 2014

 

49-feldbacher-europagespraeche2014 nr0149. Feldbacher Europagespräche zum Thema
„Das Europäische Parlament nach der Wahl: Gestärkt und mit neuem Selbstbewusstsein“ im Saal des Volkshauses 8330 Feldbach.

„Wir brauchen  ein starkes Europa mehr denn je“. Das kam bei den diesjährigen Feldbacher Europagesprächen zum Ausdruck. Krisensituationen, sei es die Ukraine oder der Nahe Osten, erfordern ein einiges Europa als Stabilitätsfaktor. Landtagspräsident Franz Majcen plädierte als Landesobmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung für eine stärkere Besinnung auf europäische Grundwerte. Er forderte auch mehr Verständnis für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten.

49-feldbacher-europagespraeche2014 nr02Eine Analyse der Europawahl 2014 gab Mag. Georg Pfeifer (links  im Bild), Leiter der Vertretung des Europäischen Parlaments in Wien. Das Europäische Parlament ging aus den Europawahlen gestärkt hervor.

Entgegen mancher Prognosen gab es keinen Umbruch bei den Europawahlen, es gab keinen Durchmarsch der europakritischen, der rechten und rechtsextremen Parteien und die Wahlbeteiligung hat sich - auf zu niedrigem Niveau - stabilisiert. Die pro-europäischen Parteien haben eine solide Mehrheit. Gleichzeitig hat sich das Europäische Parlament mit seinem Spitzenkandidatensystem gegen den Widerstand so mancher Mitgliedsstaaten durchsetzen können.
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In den kommenden fünf Jahren wird es aus Sicht des Europäischen Parlaments darum gehen, der EU jenes Gewicht zu geben, das einer Union von 28 hochentwickelten Staaten mit einer Bevölkerung von 506 Millionen BürgerInnen entspricht. Dazu bedarf es auch das Potenzial der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene voll auszuschöpfen.

49-feldbacher-europagespraeche2014 nr05 49-feldbacher-europagespraeche2014 nr06Mag. Pfeifer erinnerte auch an die Forderung vieler Europaabgeordneter, zur Weiterentwicklung der EU einen europäischen Konvent einzuberufen. Dies böte die Chance, viele zwischenstaatliche Instrumente, die im Zuge der Krisenbewältigung eingerichtet wurden, in die Verträge hereinzunehmen und die Rolle der EU-Institutionen neu zu definieren.
Dr. Nikolaus Herman, Honorarkonsul der Republik Kroatien, beleuchtete die Situation in Kroatien nach dem EU-Beitritt. Kroatien hat schon sehr früh auf die europäische Karte gesetzt. Der Beitrittsprozess war schwierig, die notwendigen Strukturänderungen  müssen erst verkraftet werden. Dr. Hermann hob aber auch die Hilfestellungen der EU hervor. Vom Aufbau profitieren aufgrund der engen Beziehungen viele steirische Unternehmen.

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