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Europaforum Neumarkt 2014 Nachlese

europa-forum-neumarkt-2014-festakt nr00Gegen Kleinmut und für neues Europabild
Der Zusammenhalt in der EU ist der Schlüssel zu Frieden und Stabilität in Europa.
Neumarkt. In seiner Grußbotschaft an das Europa-Forum in Neumarkt weist Außenminister Sebastian Kurz darauf hin, die Europawahlen bestätigen, dass eine große Mehrheit die Fortsetzung des europäischen Integrationsprozesses wünscht. Es gehen um den Zusammenhalt und die Verstärkung der Stimmen Europas in der Welt. Dass es darum nicht gut bestellt ist stellte Arnold Kammel fest, Es gebe in der Ukraine-Frage keine einheitliche Linie und ebenso wenig eine klare Strategie für Verhandlungen mit Russland. Hinzu komme die Schwäche von US-Präsident Obama, Die Uneinheitlichkeit werde von Putin raffiniert ausgenützt. Weniger Kleinmut und mehr Dynamik wünscht sich WKO-Präsident Christoph Leitl, dessen große Sorge 5,3 Millionen junge Menschen ohne Beschäftigung sind. Er fürchtet den Vormarsch des Extremismus und versucht auch, die Sorgen der Konsumenten vor dem Wirtschaftsbündins mit den USA zu zerstreuen. Leitl tritt für Wachstum der österreichischen Wirtschaft auch auf dem Weltmarkt ein. Das Chlorhühnchen werde es sicher nicht geben, ist der Vorsitzende der Landwirtschaftskonferenz, Hermann Schultes überzeugt. Er befasse sich mit den Schwierigkeiten der Bauern, die u. a. durch den Klimawandel auftreten und zeigte sich besorgt über die Energieversorgung. Wertvoller Boden gehe durch Autobahn und Siedlungsbau verloren. Dennoch konnte die Landwirtschaft die Produktion um 20 Prozent steigern.
An Minister Kurz anknüpfend trat Otto Schmuck für eine Stärkung des europäischen Parlaments (Bremse Cameron) und eine bessere Informationspolitik ein. Fatal wäre ein Wettlauf der Parteien um die Gunst euroskeptischer Wähler. Vielmehr gelte es, die Bürgerinnen und Bürger von den Vorteilen Europas zu überzeugen.
Das „Forum“ hatte zu Beginn des Europahaus-Mitbegründers Karl Brunner, dessen 50. Todestag sich jährte, gedacht. Der Abend klang mit Gratulationen für Altbischof Aichern und der Überreichung von Ehrenzeichen aus. Hannes Maier von der Kärntner Landesregierung erhielt den Mérite Européen in Bronze. Der Kammerchor Hugo Wolf aus Marburg-Maribor gestaltete die Feiern gesanglich. (Bericht Heinz Stritzl – Kleine Zeitung Kärnten)

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