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Europastimme 2014 Nr04 online

2014-04-Europa-StimmeDas andere Bild Europas

Die Europawahl ist vorbei.Sie hinterlässt ein zwiespältiges Bild. Es wäre fatal, zur Tagesordnung überzugehen. Die geringe Wahlbeteiligung zeigt, wie wenig die EU bei den Menschen angekommen ist. Das Erstarken von politischen Kräften, von denen man sich wünschen würde, sie seien Vergangenheit, macht ratlos. Das Bild der EU ist ramponiert. Muss das so sein? Kann man wirklich nichts dagegen tun?

Mit dem Europatag rücken wir Europäische Föderalisten ein anderes Bild Europas in den Vordergrund: Ein Europa der Vielfalt, ein buntes Europa, das die Menschen über Grenzen hinweg zusammenbringt. Junge Menschen tanzen gemeinsam und musizieren. Wir kosten Spezialitäten, die uns die Nachbarn zu bieten haben. Das sollte nicht nur am Europatag geschehen, sondern das ganze Jahr. Jeder sollte die Gelegenheit bekommen, europäische Begegnung zu erleben. Nicht technokratische Abkürzungen und Bezeichnungen, wie Schengengrenze und Bologna-Prozess machen Europa sympathisch, sondern persönliches Kennenlernen über Grenzen hinweg. Junge Menschen müssen Gelegenheit bekommen, Freunde aus Ländern wie etwa Rumänien zu gewinnen. Dann werden sie auf das Vorurteil, es gäbe dort nur Verbrecher, nicht hereinfallen. Ein europäischer Songcontest ist wichtig, wir brauchen aber mehr. Hier muss die EU Schwerpunkte setzen.