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Minderheitenseminar 2012 – Roma und Islam

anderwald-haring-europahaus-neumarkt Vereinigungen Deutschsprachiger erhalten in Slowenien kaum Förderung.
NEUMARKT, KLAGENFURT. Mit unvermindert großem Interesse wurde das Minderheitenseminar im Europahaus Neumarkt zu Pfingsten fortgesetzt. Karl Anderwald gab zunächst einen Überblick der Siedlungsgeschichte der Deutschen im Nachbarstaat und erinnerte daran, dass Slowenien den Übereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten und der Charta der Regional- und Minderheitensprachen in den Jahren 1998 und 2001 beigetreten sei.
Karl Anderwald und Veronika Haring: berührende Rückschau
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Der Europarat forderte jetzt Laibach auf, die Charta auch auf die angestammten deutschen Sprachgebiete anzuwenden. Den Vereinigungen der Deutschsprachigen müssten ausreichende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Derzeit erhalten der Verein der Altgottscheer, die Vereinigung deutschsprachiger Frauen in Marburg/Maribor und der Kulturverein in Cilli/Celje derart bescheidene Mittel, dass sie nicht zum Bestreiten der Miet- und Betriebskosten der Vereinsräume ausreichen. Den rund 33.000 Euro stehen 1,4 Mio. Euro für die Kärntner und Steirischen Slowenen allein von Österreich zur Verfügung.

Auf die Schwierigkeiten bei der Verwirklichung von Projekten in Gottschee wies Otto Tripp hin, während Heinz Tichy auf mögliche Verfälschungen der Größe der Deutschsprachigen aufmerksam machte. Marjan Sturm betonte, dass Österreich die autochthonen Gruppen aus der Monarchie anerkenne. Veronika Haring informierte darüber, dass zuletzt auch Serben und Kroaten in Slowenien anerkannt wurden.

Haring hielt übrigens eine berührende Rückschau ihrer Vereinigung „Brücken“ mit dem Europahaus. Massiv unterstützt wurde die Resolution von Erwin Tigla von den Berglanddeutschen. Er hoffe, dass Slowenien bis zum nächsten Seminar die Deutschsprachigen anerkannt haben werde. HEINZ STRITZL