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Internationales Europaseminar für Lehrer

thumb_karl_menzingerGrenzüberschreitender Erfahrungsaustausch war das Ziel eines internationalen Europaseminares für Lehrer, zu dem der Europäische Erzieherbund in den Retzhof eingeladen hatte. Über 90 Lehrer aus der Steiermark sowie aus Ungarn, Slowenien, Bosnien, Rumänien, Bulgarien und Polen trafen sich um gemeinsam die Entwicklung der europäischen Integration seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft von 50 Jahren zu analysieren.

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Hofrat Rupert Dirnberger, Obmann des Europäischen Erzieherbundes, trat bei seiner Eröffnung dafür ein, Bildungsziele verstärkt in einem europäischen Zusammenhang zu sehen. Er betonte auch die Bemühungen der EU um das lebenslange Lernen.  Von den einzelnen Referenten wurde die Entwicklung der europäischen Integration nach dem 2. Weltkrieg nachgezeichnet. Das Nachkriegseuropa mit den Anfängen der europäischen Integration wurde von Hofrat Dr. Rudolf Grasmug analysiert. Er griff dabei auf Wurzeln schon in der Zwischenkriegszeit und die Gedanken von Widerstandskämpfern zurück. In Europa, dem eigentlichen Verlierer des 2. Weltkrieges, gelang ein unvergleichlicher Aufbruch durch des Niederreißen von Grenzen. Der Aspekt der getrennten Entwicklung im westlichen und östlichen Teil Europas wurde von Marta Cser von der Pädagogischen Hochschule Szombathely und von Margarita Tzankova aus Varna aufgegriffen. Erst der Zusammenbruch der sozialistischen Volkswirtschaft ermöglichte die Wiedervereinigung Europas. Der Höhepunkt war die EU-Erweiterung am 1. Mai 2004, wenn die Reformbemühungen bei vielen Menschen auch schmerzhafte Entwicklungen mit sich brachte. DI Karl Doutlik, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich stellte die Entwicklung der 1957 gegründeten Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zur Europäischen Union mit 27 Mitgliedern dar. Wellenberge der Euphorie folgten immer wieder Ernüchterungen. Dr. Otto Schmuck, Leiter der Europaabteilung des Landes Rheinland-Pfalz gab schließlich einen Überblick über den Vertrag von Lissabon. Wenn das Ziel einer europäischen Verfassung auch nicht erreicht werden konnte, stellt dieser Vertrag doch einen wichtigen Reformschritt dar. Er ermöglicht eine effiziente Arbeitsweise der immer größer gewordenen Europäischen Union. Univ.-Prof. Dr. Rack hob die Bedeutung der Grundrechte im Rahmen dieses Vertrages hervor. Höhepunkt des Treffens war die Präsentation der Informationsausstellung „Europa und Schengen“. Mit der Erweiterung des Schengenraumes am 21. Dezember wird das „Europa ohne Grenzen“ um die Länder Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn größer. 

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