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Kurt Jungwirth, 77, erhielt eine der höchsten Auszeichnungen.

thumb_jungwirth-fischerFür Kunst und Schach

Der Bundespräsident hatte keine Mühe, bei der Feier der Überreichung ebenso herzliche wie substanzielle Worte zu finden. Denn die Liste der Verdienste des von ihm mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Stern Geehrten ist lang. Sein Name: Kurt Jungwirth.

Besonders mit seinen Verdiensten als Kulturpolitiker hat sich Jungwirth die zweithöchste Auszeichnung, welche die Republik Österreich zu vergeben hat, mehr als verdient (die noch mögliche Steigerungsstufe heißt Großes Goldenes Ehrenzeichen am Band).

Mehr als zwei Jahrzehnte war der Romanist, den Landeshauptmann Josef Krainer I. 1970 als Landesrat in sein Team holte, für die kulturellen Agenden in der Steiermark politisch verantwortlich. Fast drei Jahrzehnte fungierte er als Präsident des „steirischen herbstes“. 1985 begründete er jenes Festival mit, das die Steiermark neben dem „herbst“ auf die internationale Kulturlandkarte setzte, die „styriarte“. Jungwirths Motto: „Möglich machen“. Neuen Impulsen die materielle Basis schaffen zu können, empfand er stets als „höchstes Glück“.

Unermüdlich

Geboren am 3. September 1929 in Graz, war Jungwirth vor seiner Politkarriere Lehrer. Und immer schon begeisterter Schachspieler. 1972 wurde er erstmals zum Präsidenten des Österreichischen Schachbundes gewählt.

Der mit der gebürtigen Französin Marie Louise verheiratete Vater zweier Söhne – des Fotografen Christian und des Journalisten Michael – ist auch im 78. Lebensjahr unermüdlicher Kultur-Fan. Ausstellungen, Konzerte, Theater,  Diskussionen – Kurt Jungwirth ist unterwegs, hört zu, sieht hin, beobachtet. Und meldet sich zu Wort, das immer noch gerne gehört wird. Seine Orden lässt er lieber zu Hause.