europahaus neumarkt sommer

In diesem Jahr ist alles anders!

Auch für uns als Europäische Föderalistinnen und Föderalisten sind Aktivitäten vorerst nur online möglich. Es ist nicht zu erwarten, dass die durch die Corona-Pandemie bedingten behördlichen Maßnahmen in nächster Zeit größere Veranstaltungen zulassen. Unser Europa-Forum Neumarkt kann daher nicht in der gewohnten Form stattfinden.

Das Europa-Forum Neumarkt lebt von persönlicher Begegnung unterstützt vom Ambiente der Europaburg. Die beengten räumlichen Verhältnisse lassen die Einhaltung von Distanzregeln für eine Gruppe in der Größenordnung, wie wir sie beim Europa-Forum gewohnt sind, nicht zu. Die zu erwartende Pflicht - auch für kleinere Gruppen im Inneren von Räumen Schutzmasken zu tragen - verhindert eine Kommunikation, wie sie bei einem solchen Treffen notwendig ist. Weiters ist es undenkbar, dass eine internationale Beteiligung möglich sein wird.

Aus all diesen Gründen haben die EFB und die JEF Steiermark sich schweren Herzens entschlossen, das Europa-Forum 2020 nicht durchzuführen. Wir hoffen, Sie im Herbst wieder zu öffentlichen Veranstaltungen einladen zu können, vor allem aber, Sie im nächsten Jahr beim Europa-Forum 2021 begrüßen zu dürfen. Bis dahin bleiben wir aktiv für die Europäische Idee und führen weitere Online-Europa-Aktivitäten durch.

Zum Termin des Europa-Forums wird im Europahaus Neumarkt und in internem Kreise der Europäischen Föderalistinnen und Föderalisten symbolisch eine Europa-Aktion durchgeführt werden, die für alle Interessierten online zugänglich sein wird.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die rege Nachfrage nach unserer Traditionsveranstaltung und verbleiben mit europäischen Grüßen!

Schuman 2.0

Europa und die Corona-Krise, wie die EU 70 Jahre nach der Schuman-Erklärung ihren Herausforderungen gewachsen ist!

Dies war das Thema der Online-Konferenz zur diesjährigen Europawoche, an welcher wir Föderalistinnen und Föderalisten an die Gründung des Europarates und die Schuman-Erklärung erinnern möchten.

Nach einer kurzen allgemeinen Einführung von Weber Andreas, Obmann der EFB-Steiermark, und Paolo Vacca, Generalsekretär der Union der europäischen Föderalisten, referierte Dr. Aistė Mickonytė von der Universität Graz über die Schuman-Deklaration damals vor 70 Jahren und heute. 

Sandro Gozi, Präsident der Union der europäischen Föderalisten führte in seinem Beitrag aus, welchen Einfluss die Corona-Virus-Krise auf die Europäische Union hat, wie die EU 70 Jahre nach der Schuman-Erklärung ihren Herausforderungen gewachsen ist und welche Chancen sich dennoch aus dieser schwierigen Zeit für die EU ergeben könnten. 

Wichtige Impulse im Hinblick auf die nationalen Veto der EU-Mitgliedsländer und in Bezug auf die aktuelle Situation in Ungarn vermittelte Eszter Nagy von der Union der europäischen Föderalisten Ungarn. 

 

ic large w900h600q100 jahresauftaktWir haben im Februar 2019 erfolgreich einen Generationswechsel an der Spitze der EFB Steiermark vollzogen. Landtagspräsident a.D. Prof. Franz Majcen übergab im Beisein von Ehrenobmann Max Wratschgo die Führung der Organisation in die Hände einer neuen Generation. Informationen zum ganzen Vorstandsteam finden Sie auf unserer Vereinshomepage.

Eine Möglichkeit uns persönlich kennenzulernen gibts bereits am 31.01.2020 um 18.00 Uhr in entspannter Atmosphäre beim Jahresauftakt im neuen EFB-Büro in der Hans-Sachs-Gasse 5, 3. Stock, 8010 Graz.

Hier gehts zum Event.

Wir freuen uns auf Sie!

65Jahre EFB

In der Steiermark wurden die Europäische Föderalistische Bewegung (EFB) 1955 in Graz gegründet.

Erster Gründungsobmann wurde Max Wratschgo. Der Kern der Mitglieder stammte zuerst überwiegend aus der damaligen Bundeslehrerbildungsanstalt, als deren Absolventen die Jungen EuropäerInnen bald in verschiedensten steirischen Orten unterrichteten. Derart konnten sich die Europäischen FöderalistInnen schließlich sehr bald in vielen Teilen der Steiermark strukturell aufstellen, wobei von Anfang an die Jugendarbeit einen Schwerpunkt der jungen Bewegung darstellte.

Seit 65 Jahren im Einsatz für ein vereintes, demokratisches Europa! Heute vor 65 Jahren, am 16. Jänner 1955, wurde der Bundesverband der Europäischen Föderalisten in Österreich gegründet - die Eurpäische Föderalistische Bewegung (EFB)!

54. Feldbacher Europagespräche Einladung FINALDie Bekämpfung der globalen Erwärmung und des Klimawandels ist eine zentrale Herausforderung für die Europäische Union. Immer mehr Europäer sind zutiefst besorgt über die Auswirkungen des Klimawandels und den fehlenden politischen Konsens, Maßnahmen zu ergreifen. Grüne Parteien in verschiedenen Ländern feierten angesichts der wachsenden Besorgnis der Wähler über den Klimawandel große Gewinne bei den Europawahlen. Dennoch sind die Kompetenzen, Befugnisse und Ressourcen der Europäischen Union, um auf diesem Gebiet in Europa und in der Welt radikale Veränderungen herbeizuführen, begrenzt.

activist blurred background climate 2990610Chancen des Neubeginns einer klimaschonenden Energiepolitik

Leider hat Österreich seine Klimaschutzziele, die es seit 30 Jahren, zuletzt 2015 in der Klimakonferenz in Paris mit beschlossen hat, in punkto CO2 Einsparung bisher weit verfehlt: Um vom jährlichen österreichischen CO2-Ausstoß von 80 Millionen Tonnen bis 2030 auf unter 40 Mio. t zu kommen, hätte unser Land (Hauptverursacher: Verkehr, Energieerzeugung, Industrie, Intensiv-Landwirtschaft, Hausbrand) jährlich diese Emissionen um 3 Mio. t reduzieren müssen. Da aber der CO2 Ausstoß in den letzten drei Jahren sogar noch zunahm, müssen wir ab heuer 4 Mio. t jährlich einsparen, um das Zwischenziel 2030 mit 40 Mio. t. und das Hauptziel 2038, CO2-frei zu produzieren, zu erreichen. Nur so können wir unseren Beitrag leisten, aber auch die anderen Staaten der Welt müssen ihren CO2-Ausstoß drastisch reduzieren, damit die Erderwärmung nicht über die gerade noch verkraftbaren 1,5 bis 2,0 Grad C ansteigt.

europaforum neumarkt2019 nr01Beim diesjährigen Europa Forum Neumarkt von 12. bis 14. Juli 2019 wurde zum Thema „Evolution Europa – Perspektiven für einen Kontinent“ referiert und von hochrangigen Experten diskutiert. Unter den diesjährigen ReferentInnen befanden sich zahlreiche ExpertInnen, die zu verschiedenen Themen Stellung bezogen.

Darunter auch der Europa-Redakteur des profil, Otmar Lahodynsky, der in seinem Einführungsvortrag "Die Wahlen zum Europäischen Parlament 2019 - eine kritische Analyse" vor der zunehmenden Kluft zwischen den alten EU-Mitgliedern und den neuen EU-Staaten in Mittel- und Osteuropa warnte. Hier habe auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nicht sensibel genug gehandelt. "Juncker ist zu selten nach Warschau, Prag, Budapest oder Bukarest und Sofia gereist." Er hätte seinen Vorschlag für ein Quotensystem zur Aufnahme von Flüchtlingen viel mehr erklären und auch Anreize dafür schaffen müssen. Die neuen Mitgliedsstaaten hätten aber zu wenig Solidarität an den Tag gelegt und die EU mit einem Bankomaten verwechselt.

Zum Thema "Zukunftsvisionen für Europa" diskutierte Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit anderen ExpertInnen und forderte, dass die EU sich nicht nur auf Wirtschaftsthemen konzentrieren, sondern auch bei der Digitalsteuer sehr wohl eine führende Rolle einnehmen und eine "starke Stimme" in der Außenpolitik darstellen solle.Der Europaabgeordnete Lukas Mandl (ÖVP) verwies darauf, dass der globale Einfluss der EU bei sinkendem Weltbevölkerungsanteil weiter sinken werde. Den Klimawandel zählte er "zu den Themen, bei denen Europa seine Stimme erheben muss. Da müssen wir unser Denken in andere Teile der Welt tragen. Europa muss seine Stärke nützen, um eine Klimadiplomatie im positiven Sinn zu betreiben". Die ehemalige EU-Abgeordnete der Grünen und Vizepräsidentin der Europäischen Föderalistischen Bewegung (EFB) Österreich, Eva Lichtenberger, forderte mehr Transparenz bei Entscheidungen des EU-Rates. "Dies wäre ein zentraler Schritt zur Weiterentwicklung der EU." Auch im Europaparlament gebe es kein rein parteipolitisches Agieren wie auf nationaler Ebene. "Das ist eine Qualität auf europäischer Ebene, die erhalten bleiben muss - aber transparent und für die Bürger nachvollziehbar."

"Die Lehren aus dem Brexit" wurden von Dr. Melanie Sully vom Go-Governance Institute in Wien gezogen. Viel Zeit sei durch das Beharren auf unvereinbare Positionen verschenkt worden. Mit der immer wahrscheinlicher werdenden Wahl von Boris Johnson in ein paar Monaten würden die Einigungen auf einen "Soft Brexit" immer schwieriger.

Spannend wurde es auch bei der Diskussion "Quo vadis Europaparlament?" mit Simone Schmiedtbauer (MdEP), Abg. z. NR Dr.in Irmgard Griss und Thomas Waitz (ehem. MdEP). Der Tenor der Posiumsdiskussion: das EU-Parlament müsse demokratischer und transparenter werden und nationale Interessen durch transnationale Kooperationen überwunden werden.

Unter dem Titel "Ungarn am Scheideweg – Illiberale Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit" berichteten Leonie Martin (Vizepräsidentin Young European Federalists (JEF) Europe) und Eszter Nagy (Generalsekretärin Union Europäischer Föderalisten (UEF) Ungarn) über die unter Viktor Orban immer schwieriger werdende Situation in Bezug auf freie Meinungsäusserung und Rechtsstaatlichkeit. "Wir müssen auf europäischer Ebene auf unsere aktuelle Situation in Ungarn aufmerksam machen, denn in Ungarn gibt es keine freien Medien mehr und die Opposition hat es sehr schwer!", so Eszter Nagy.

Der Obmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung Weber Andreas begrüßte während der Festveranstaltung am Samstag-Abend mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern und wies auf die Einzigartigkeit des politischen Projektes "Europa" und den individuellen Beitrag der Europäischen Föderalisten hin. "Wir stellen uns der Verantwortung für eine Neugestaltung unserer EU. Wir stellen uns damit gleichzeitig der Verantwortung für unsere eigene Zukunft."

Darüber hinaus dankte er der Initiaitve EYFON (European Youth Forum Neumarkt) für die tatkräftige Unterstützung und die starken Impulse in der europäischen Jugendarbeit auf der Europaburg! Der Höhepunkt der Festveranstaltung bildete die festliche Verleihung der "Goldenen Verdienstnadel" der Europäischen Föderalistischen Bewegung (EFB) Österreich an den Ehrenobmann der EFB, Prof. Franz Majcen, dem dadurch für seine Verdienste für den Verein und für Europa die Ehre erwiesen wurde.

Externe Presse & Quellen: © Otmar Lahodynsky: profil.at "Die EU muss außenpolitisch stärker auftreten"

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Über die Plattform

Diese Plattform, die sich an BürgerInnen jeden Alters richtet, bietet fundiertes Wissen über die europäische Integration, welches auf kreative und anregende Weise aufbereitet wird. Dabei wird die EU nicht als Sündenbock für gegenwärtige Schwierigkeiten kritisiert oder aber als vollendet-marktfähiges Produkt beworben, sondern es wird versucht, die europäische Integration als einen laufenden Prozess darzustellen, an dessen Gestaltung wir alle mitwirken können und sollten. Die Plattform weist nicht nur auf Widersprüche sowie sinnvolle Aspekte eines vereinten Europas hin, sondern liefert gleichzeitig auch grundlegende Informationen über die Geschichte der EU, deren Institutionen, ihre aktuellen Herausforderungen und deren paradigmatische Auswirkungen auf die allgemeine sowie auch berufliche Bildung.

Klicken Sie auf das Logo, um zur VLEU-Website zu gelangen!

 

europaforum2018 nr01

Österreichs EU-Präsidentschaft vor großen Herausforderungen

Österreich hat im zweiten Halbjahr 2018 die Präsidentschaft im Ministerrat der EU inne und trägt damit eine besondere Verantwortung für Europa. Die EU steht vor vielfältigen Herausforderungen: Nach dem Brexit-Referendum will erstmals ein EU-Staat die Gemeinschaft verlassen, ungeklärt ist die Frage, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und die EU muss sich auf ein neues Budget für die Zeit nach 2020 einigen. Einvernehmliche Lösungen zu finden wird im Kreis der noch 28 EU-Staaten immer schwerer, denn die Ziele und Interessen der Mitglieder fallen immer mehr auseinander.

Der Obmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung EFB, Prof. Franz Majcen begrüßte mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern und wies darauf hin, dass vom Europaforum auf Schloss Forchtenstein wichtige Impulse zur Zukunft Europas ausgegangen sind. Es sei sehr zu begrüßen, dass im Europahaus neben der Tätigkeit der Europäischen Föderalisten auch neue Initiativen durch EYFON, dem Europäischen Jugendforum Neumarkt gesetzt werden.
Mit den Impulsen der Ratspräsidentschaft Österreichs befasste sich das Mitglied des Europäischen Parlaments Mag.Lukas Mandl. Den Menschen in der EU gehe es gut, es komme jetzt vor allem darauf an, das von zwei Generationen Erreichte weiterzutragen. Eine der größten Kulturleistungen Europas sei die friedliche Lösung von Konflikten. Nunmehr müsse sich die EU aber auch verstärkt mit sicherheitspolitischen Fragen befassen, wobei es das Ziel sein müsse, eine „Supermacht des Friedens“ zu werden. Notwendig sei hierzu eine Stärkung der Kooperation nach außen, nach innen müsse man sich gegen Populismus und Zentralisierung wenden.

 

europaforum2018 nr02

Dr. Othmar Karas, Mitglied des Europäischen Parlaments, wies darauf hin, dass das europäische Projekt heute in der schwersten Bewährungsprobe seiner Geschichte stehe. Weltweit gebe es neue Akteure. In dieser Situation müsse sich Europa behaupten. Dabei komme es darauf an, die internen Angelegenheiten der EU zu verbessern. Europa dürfe seine Bürgerinnen und Bürger nicht verlieren. „Europa existiert nicht nur in Brüssel, wir alle sind Europa“. Europa benötige Menschen, die aktiv für das europäische Einigungsprojekt eintreten. Notwendig sei auch mehr Solidarität, „Europa ist kein Bankomat, bei dem man genau so viel herausbekomme, wie man eingezahlt hat“. Vielmehr benötige Europa Engagement und Einsatz, wie er hier im Europahaus Neumarkt deutlich werde.
Weiterer Schwerpunkt des Europa-Forums war die Situation auf dem Balkan, besonders in Bosnien und Herzegowina. Honorarkonsul Dr. Jörg Hofreiter plädierte für eine konkretere Beitrittsperspektive für dieses Land. Die häufiger genannte Jahreszahl 2050 als mögliches Beitrittsjahr sei kein Anreiz, sondern führe eher zur Resignation.
Von Dr. Melanie Sully, Go-Governance Institute Wien und Mag. Christian Mandl von der Wirtschaftskammer Österreich wurde der Stand der Brexit-Verhandlungen behandelt. Viel Zeit sei durch das Beharren auf unvereinbare Positionen verschenkt worden. Erst jetzt schwenke das Vereinigte Königreich auf einen „Soft Brexit“ mit Zugeständnissen ein. Dr. Sully sagte einen längeren Brexit-Prozess von zehn Jahren voraus.

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Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde an drei Persönlichkeiten die Auszeichnung „Mérite Européen“ verliehen. Mit dem Orden in Silber wurden Dr. Georgio Anselmi von der Europabewegung Italien und Erwin Josef Tigla aus den Banater Bergland in Rumänien ausgezeichnet. Den Orden Mérite Européen in Bronze erhielt Dr. Margit Havlik von der Wirtschaftskammer Österreich. Für ihre Europainitiativen im Jugendbereich erhielt die Europajugend Gleisdorf ein Ehrendiplom.

53 feldbacher europagespraeche2018Europa im Diskurs: Franz Majcen (4.v.r.), Landesobmann der EFB, stellte in den 53. Europagesprächen in Feldbach die Frage nach der zukünftigen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik stand im Fokus der diesjährigen Feldbacher Europagespräche. Im neuen Haus der Arbeiterkammer konnte Franz Majcen, Landesobmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung, zu den 53. Europagespräche im Beisein von Ehrenpräsident Max Wratschgo, als Ehrengäste Bundesrat Martin Weber und Landtagsabgeordneten Franz Fartek begrüßen.

Majcen betonte, die Weltlage sei aktuell so labil, wie seit Jahrzehnten nicht. Wer mehr Sicherheit wolle, müsse auch bereit sein, notwendige Beiträge zu leisten. Das bekräftigte Brigadier Gerhard Christiner vom Streitkräfteführungskommando des österreichischen Bundesheeres in seinem Hauptreferat. "Langfristig muss Europa ein Konzept zu einer gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik ins Leben rufen", betonte Christiner. Dazu wären auch die Ausgaben für Verteidigung vom derzeitigen EU-Schnitt von 1,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf zwei Prozent zu erhöhen. Die Zeiten, in denen sich die Europäer, wenn es um ihre Sicherheit ging, ganz auf die Amerikaner verlassen konnten, seien vorbei.

Mit Pesco (Permanent Structured Cooperation) soll ein neues Kapitel der europäischen Zusammenarbeit aufgeschlagen werden. 25 EU-Mitgliedstaaten haben sich in einer gemeinsamen Erklärung dazu verpflichtet, die Verteidigungskooperation durch Projektzusammenarbeit voranzubringen. Die Liste der Anstrengungen Europas auf dem Gebiet der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik ist lang. Brigadier Christiner zählte die GASP (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik), die GSVP (Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik), die ESVP (Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik) und SSZ, die auf den Lissabon-Vertrag zurückgehende Ständige Strukturierte Zusammenarbeit auf. Die hohen Erwartungen wurden bisher nicht erfüllt.

Für eine integrierte multinationalen EU-Verteidigung wäre aber ein Umdenken in vielen EU-Staaten notwendig, vor allem die Bereitschaft nationale Kompetenzen abzugeben. Bürgermeister Josef Ober forderte in seinem Grußwort ein Bekenntnis zum gemeinsamen Europa. Wenn wir zukünftig in der Welt wahrgenommen werden wollten, gebe es nicht nur in der Sicherheitspolitik zur Europäischen Union keine Alternative.

Externe Presse & Quellen: © Walter Schmidbauer: https://www.meinbezirk.at "Sicherheit Europas im Gespräch"

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